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Samstag, 7. Juni 2014

Viva la Vida!

Hallo ihr Lieben,

Ewigkeiten ist es her, dass ich das letzte mal gebloggt habe. Das war so nicht geplant. Mein Leben steht mal wieder Kopf. Das ist ja nun seit ein paar Monaten schon Dauerzustand bei mir.


Der schönste Tag unseres Lebens rückt immer näher


Wie ich ja ein paar mal erwähnt habe, ist es bei mir wegen meiner Masterthesis und der Hochzeitsvorbereitungen ziemlich stressig. Bis August ist es nicht mehr lang und die To-Do-Listen für unsere Hochzeit sind noch seitenlang. Alles so Kleinkram, den man zum Glück zumindest teilweise sehr gut nebenbei erledigen kann. Aber einiges braucht dann auch wieder seine Zeit. 

Wir waren in den letzten Monaten sehr kreativ, haben wirklich vieles schon erledigt oder uns zumindest überlegt. z.B. habe ich das Lied "So soll es bleiben" von Ich + Ich auf unsere Hochzeit umgedichtet und eine sehr gute Freundin wird es für uns bei der Trauung auf Klavier spielen und dazu singen. Ich kriege jetzt schon Tränen in den Augen, wenn ich nur daran denke. Aber auch mein Schatz war alles andere als untätig. Er ist beispielsweise beim Design der Hochzeitstorte sehr eifrig. Total süß! Er hat außerdem seinen Anzug mittlerweile auch besorgt. Ich bin total gespannt! Der hängt hier, aber ich darf ihn nicht sehen und da bleibe ich eisern. Die Überraschung will ich mir nicht verderben. Damit ich ihn nicht aus Versehen beim Aufärumen oder so finde, weiß ich sogar wo er hängt. Ist ja nicht mehr lang, dann seh ich ihn. :)

Beim Thema Eräffnungstanz können wir uns nicht einigen, aber auch das macht nichts. Wenn wir uns nicht einigen können, tanzen wir einfach halb-halb jeweils etwas, was er mag und etwas, was ich mag.

Aufgrund meiner schlechten Erfahrungen mit einer anderen Braut (siehe: Wie man nicht heiraten sollte), hatte ich die Befürchtung, dass ich auch voll ausraste und Scheiße zu allen werde, aber ich bin da wirklich harmlos. Wird mir immer wieder gesagt und alle sind immer überrascht, wie gechillt wir noch sind. Das ganze soll ja schön werden, warum sollten wir uns dann zoffen oder stressen? Unsere Beziehung ist so harmonisch wie nie zuvor. Wir freuen uns einfach schon riesig!

Hier ein paar Bilder von Hochzeitskram von uns.

Weddingbubbles - hab die Bändchen per Hand dadrum gemacht

Unser Ringkissen - wurde individuell für uns angefertig

Unser Autoschmuck (Brautwagen wird ein altes Käfer Cabrio) - auch individuell für uns angefertigt. Wir haben uns für Kunstblumen entschieden, weil wir es später aufhängen möchten.


Aber um das Glück perfekt zu machen, gibt es da noch was, was mich aktuell vom Bloggen abhält.


Eigenheim, Glück allein!


Ja, ja.... als wären Hochzeit und nebenberuflich Thesis schreiben nicht schon anstrengend genug, kommt jetzt auch noch Umzugsstress dazu. Wie es dazu kam? Naja... berechtigte Frage...

Es begann damit, dass ich mich mit einem Kollegen unterhalten habe, einfach mal so privat Schnacken und dabei sind wir auf das Thema Immobilien gekommen. Schatz und ich wollten uns ja ab nächstem Jahr mal umschauen und uns ein nettes Häuschen zulegen. Mein Kollege gab uns den gut gemeinten Rat, dann doch jetzt schonmal damit anzufangen, Häuser zu besichtigen, die uns vom Exposé her gefallen. Er meinte, dann wissen wir, wenn es soweit ist, genau was wir wollen und Erfahrungen sammeln beim Häuser besichtigen wäre da ja auch nicht schlecht, damit man abschätzen kann, ob das Haus den verlangten Preis auch wert ist. Wir dachten uns: warum eigentlich nicht? Klingt doch sinnvoll und bei dem Scheißwetter ist das doch eine tolle Freizeitbeschäftigung... Konnte ja keiner ahnen, dass wir uns ein paar Häuser anschauen und aus einem rausgehen, uns anschauen und sagen: DAS WOLLEN WIR!!!!! GENAU DAS UND KEIN ANDERES!!!!

Wir haben ein paar Nächte darüber geschlafen. Meinen Papa (der hat Ahnung von sowas) angerufen und dazu befragt. Papa kam dann an einem Wochenende zu uns runter gefahren, hat das Haus mit uns besichtigt, kam heraus und sagte: Gebot abgeben - SOFORT!

Gesagt, getan. Wir konnten uns schnell auf einen Kaufpreis einigen. Mittlerweile waren wir auch schon beim Notar. Unsere Wohnung ist gekündigt, die ersten 15 Kartons sind gepackt. In der Woche vor unserer Hochzeit ist Übergabe des Hauses. Sobald wir verheiratet sind, sind wir also glückliche Besitzer und Bewohner eines grandiosen 220qm Wohntraums mit riesigem Garten in einem sehr schönen stadtnahen Örtchen, das alles hat, was das Herz begehrt. Klar, das Haus ist "gebraucht" und wir müssen ein bisschen was dran machen, damit es unseren Vorstellungen entspricht, aber es ist bis auf ein paar kosmetische Sachen wie für uns gemacht. Meine Mutter freut sich über unseren Weinkeller... :D



Und nun kann ich sagen: im Jahr 2014 erfüllen sich alle meine Träume. Es lebe das Leben!
Fehlt nur noch Familienglück um das ganze perfekt zu machen, aber auch das ist in Planung, aber nicht für die nächsten 2 Jahre. Erstmal müssen wir das Ganze für uns genießen. Wir sind ja selbst noch fast Kinder. ;)

Ich hoffe, euer Jahr verläuft genauso gut wie unseres!

Beste Grüße
eure Maya

Dienstag, 6. November 2012

Wer ist eigentlich diese Maya Wundergut?

Leb deine Träume! Ach, das ist so einfach gesagt! Dazu fehlen mir drei entscheidende Dinge: Mut, Entschlossenheit und ein Endlosvorrat Geld. :)

Aber anstatt rum zu meckern, will ich lieber mal ein bisschen von mir erzählen. Das habe ich bisher irgendwie immer ganz gut versäumt. Ich bin aber auch vergesslich! Da heute sowieso nichts besonders spannendes passiert ist, bietet sich ja gerade quasi die Gelegenheit.

Das bin ich!

Hier dann auch endlich mal ein Foto von mir. Mein Gesicht hab ich so schön gepaintet (Photoshop braucht mir zu lang zum öffnen), weil nur unsere engsten Freunde bisher von unseren Hochzeitsplänen wissen und der Rest das auch noch nicht wissen soll. Wer mich wirklich kennt, wird mich wahrscheinlich trotzdem erkennen können, aber immerhin ist man sich dann nur zu 99% sicher, dass ich es bin. Das tolle Gesicht dient also eher dem guten Gefühl. :)

Frau Wundergut in ihrer natürlichen Umgebung :)

Ein kleiner Steckbrief

  • Name: Maya Wundergut
  • Alter: 22
  • Beziehungsstatus: seit über 3 Jahren überglücklich vergeben, nun auf den Antrag wartend :)
  • Lieblingsfarbe: stimmungsabhängig rot, grün, lila, orange oder blau
  • Augenfarbe: grüngrau
  • Hobbies: bloggen, abnehmen, spielen (Gesellschaftsspiele, Just Dance und Zumba auf XBox kinect und Sims 3, Rollercoaster Tycoon und Anno am PC), malen (Acryl auf Leinwand), schreiben (über 40 Gedichte schon, erstes Buch ist in Arbeit), Unternehmungen mit Freunden, Hochzeit planen, kochen und backen, mit Mama telefonieren, für meine bessere Hälfte modeln
  • Arbeit: Nerd in Vollzeit
  • Weiterbildung: Master IT-Management
  • Lieblingsspeisen: Hähnchengeschnetzeltes mit Spätzle, Toast Hawaii, Steak
  • Haustiere: Katze, Sittiche
  • Lieblingsmusik: alles von Adele, alles was zum tanzen anregt und sonst was gerade so im Radio läuft
  • Ziele: bis zur Hochzeit extrem abnehmen und das Gewicht halten, heiraten, Haus mit Garten, 2 Kinder (ein Mädchen und ein Junge), sehr guten Masterabschluss, ein glückliches Leben mit meiner Familie und meinen Freunden haben
  • find me: http://www.facebook.com/maya.wundergut


5 Fakten über mich

 

1. Ich bin vergesslich. Das ist jetzt nicht allzu überraschend. :) Es gibt nichts, was ich nicht vergessen kann. Vollkommen egal wie wichtig es ist! Die Erfindung des Smartphones war für mich eine echte Erlösung. Google now sagt mir immer auf Grundlage meiner Position, dem Ort meines Termins und der aktuellen Verkehrslage so brav, wann ich zu meinen Terminen los muss, um pünktlich zu sein (das nenne ich mal wirklich smart!). Mein größtes Problem ist das Merken von mehreren neuen Namen auf einmal. Grausam!

2. Ich hasse aufräumen. Das sieht man auch, wenn man bei uns in die Wohnung kommt. Putzen ist ok, habe ich kein Problem mit. Aber wenn ich mein Buch auf der Couch lese, lasse ich es auch auf dem Couchtisch liegen. Ich räume meine Tasse nicht sofort nach dem Tee trinken weg. Die kann da auch mal 2 Tage rumstehen, bevor sie im Geschirrspüler landet. Dafür wische ich den Wasserhahn nach dem Händewaschen aber trocken. Jeder hat so seine Laster. Mein Freund hasst es total, dass ich unordentlich bin. Ich hasse es total, dass er von Sauberkeit nicht viel hält und z.B. nach dem rasieren das Waschbecken nicht direkt sauber macht. Wie mich das aufregt!!

3. Ich bin anfangs schüchtern, dann immer extrovertierter. Wenn ich neu im Job bin oder neu im Studium oder so ähnlich, dann bin ich anfangs schüchtern, sage nicht viel, höre lieber zu. Das gibt sich aber relativ schnell, abhängig davon ob ich mit den Personen harmoniere und ob ich was sinnvolles beizutragen habe. In meinem jetzigen Job fühle ich mich sauwohl und hab dann auch gern mal 'ne große Klappe. Ich entertaine auch ganz gern mal. Zu Schulzeiten bin ich dadurch sehr leicht zum Mittelpunkt der Clique geworden. Ist nicht schwer, wenn man immer etwas witziges zu erzählen hat.

4. In der Schule war ich eine Außenseiterin. Wo ich gerade bei den Schulzeiten war, kann ich das ja auch mal erwähnen. In meiner Klasse auf dem Gymnasium hatte ich erst viele Freunde. Dann hab ich mir den Fuß gebrochen und weil ich es gewagt habe, nicht zur Schule zu kommen (meine Eltern konnten mich in der Woche arbeitsbedingt nicht fahren und mit Krücken 1 km bis zur Bushaltestelle gehen war irgendwie nicht so bombig), aber dennoch meinen Geburtstag feiern zu wollen - da ging die Lästerei los. Na klar, man denkt sich sowas aus, man hat ja sonst nix zu tun. Gut, ich hatte keinen Gips drum, weil das irgendwie ein Haarriss im Sprunggelenk oder so war, der durch einen Verband wohl irgendwie ausreichend geschützt war (das war ein bisschen freakig und ich wusste selbst nicht so genau, was genau da los war. Ich war noch jung und hab mich nicht getraut den Arzt zu fragen, was das eigentlich heißt, was er da sagt...), aber wenn man ein echter Freund ist, sollte man deshalb nicht einfach mal behaupten, dass das ausgedacht wäre. Die Sportbefreiung schreibt sich ja schließlich nicht von allein. Da war ich dann mal konsequent und habe in der großen Pause zum Cliquengespräch geladen, gesagt "dann haltet mal eins, ich gehöre nicht mehr dazu" und bin gegangen. Konsequenz zahlt sich aus! So habe ich neue, super tolle Freunde gefunden. Die waren dann vielleicht nicht immer die beliebtesten in der Klasse, aber für mich waren und sind sie heute noch die Besten. Und so wurde ich dann zum Lästerobjekt für die tollen, beliebten Klassenkameraden. Hat mich nur stärker gemacht. Heute lache ich die alle aus. Fragen mich auf facebook "Wie kannst du dir so 'ne geile Bude leisten? Und ein neues Auto? Und den Urlaub?" und ich denke nur "Indem ich ein Gehirn hab. Im Gegensatz zu dir, Schlampe!"

5. Wenn man mich braucht, bin ich da. Das ist eine Eigenschaft, die meine Freunde schon immer an mir geschätzt haben. Ich helfe, wo ich kann - und sei es nur durch Ablenken oder Probleme anhören. Ich könnte glatt Geld als Therapeutin verdienen, aber ich mache es ja gern. Nichts ist schöner als zu wissen, dass man auch an den schlimmsten Tagen niemals alleine ist. Dafür sind Freunde da und das nehme ich mir sehr zu Herzen.



Mehr über mich erfahrt ihr sicher nach und nach. Wenn euch etwas interessiert: fragt nach! Per Kommentar, per Mail oder auch auf facebook.

Ich hab Hunger und mache mir jetzt Toast Hawaii. :)

Liebe Grüße
Maya

Montag, 15. Oktober 2012

Warum ich bin wie ich bin - my Story

Es war einmal...

vor langer Zeit in einem weit entfernten Ort, da lebte die kleine, etwas dralle, 13-jährige Maya, die sich zu fett fand und deshalb aufhörte zu essen. Ihren Eltern fiel es nicht auf, weil sie den ganzen Tag auf der Arbeit waren und Maya sich alle Mühe gab, es zu vertuschen. Ihre Freunde schienen es auch nicht zu bemerken. Außerdem begann die kleine Maya damit Badminton zu spielen und täglich mehrere Hundert Sit-ups zu machen.

Maya aß pro Tag einen Apfel und eine Scheibe Toastbrot - das musste reichen. Das machte die kleine, dumme Maya so lange, bis sie einen tollen Körper hatte .... und regelmäßig zusammenbrach. Da griff ihre Mutter ein, denn das kann man nur schwer vertuschen.

Die Kurve bekommen

Ein paar Kilo mussten wieder drauf, darauf bestanden die liebevolle Mama und der Arzt. Der Körper war noch immer super. In Größe 36 fühlte Maya sich anschließend sehr wohl (damals waren die Größen noch etwas anders, heute wäre das bestimmt eine 38). Und so vergingen ein paar Jahre in denen einige ihrer Freundinnen sie beneideten und sie fühlte sich großartig. Jung, schön, intelligent. Sie fühlte sich als würde die ganze Welt ihr zu Füßen liegen. Was für ein Gefühl! Sie würde es für immer in ihrem Herzen tragen und in schweren Zeiten daran denken. Alles war perfekt.

Der Absturz

Dann kamen die Schmerzen an ihrer rechten Flanke. Sie kamen von jetzt auf gleich, im September, kurz nach ihrem 18. Geburtstag. Sie raubten ihr den Atem und jegliche Vernunft. Ihren Rucksack musste ihr kleiner Bruder ihr zum Schulbus tragen, denn sie hatte Schmerzen. Große Schmerzen, jeden Tag und niemand fand heraus, was es war. Sie wurde von Arzt zu Arzt geschickt und nichts passierte, nur eine immer größere Dosis Schmerztabletten, die alsbald keine Wirkung mehr zeigten.
Der Schmerz hatte sich schnell ausgebreitet: über die rechte Flanke, den kompletten Rücken, die linke Flanke, die Schultern. Es schmerzte bei jedem Atemzug. An Bewegung war fast nicht mehr zu denken. Aber sie hatte Angst, wollte nicht ins Krankenhaus, tat normal, ging an den Tagen, an den der Schmerz unter Tabletten zu ertragen war, sogar zur Schule. Sie wollte die Schmerzen wegreden. An einem Tag in der Schule brach sie nach einer Matheklausur zusammen, erhielt irgendwelche komischen Spritzen. Die Schmerzen waren kurz weg, sie kam wieder nach Hause. Ursache der Schmerzen? Unbekannt. Und die Schmerzen waren nicht für immer weg. In der Nacht kamen sie erneut - schlimmer als je zuvor.

Luftanhalten für immer? - Meine Nahtoderfahrung

Allein aus dem Bett aufstehen war unmöglich, aber ihr war so schlecht. So kämpfte sie gegen den eigenen Körper und es gelang ihr. Mit wankenden Schritten erreichte sie das Badezimmer. Ihre Atemzüge kurz und flach, ihre Lunge kurz vor dem Zusammenklappen. So setzte sie sich auf den Toilettendeckel, sie konnte nicht mehr. Sie schloss die Augen. Jeder Atemzug tat so weh, dass sie davon weinen musste und sie wünschte sich weit fort, heraus aus ihrem Körper. An einen Ort, an dem sie endlich keine Schmerzen mehr spüren musste. Mittlerweile war es Dezember. 2,5 qualvolle Monate lagen hinter ihr und sie konnte nicht mehr, wollte nicht mehr.
Also hörte sie einfach auf zu atmen. Plötzlich war es wie auf Wolken. Keine Schmerzen, keine Angst. Umhüllt von völliger Dunkelheit und Stille saß sie da und wollte diesen Ort (ihren Zustand) nie wieder verlassen. Befreit von aller Last des Seins.


Die Rettung - "Wach doch endlich auf! Du musst atmen!"

Sie wusste nicht, wie viel Zeit vergangen war. Es kam ihr vor wie eine Ewigkeit. Da hörte sie plötzlich eine Stimme in der Ferne. Die war sehr gedämpft, sie konnte sie kaum verstehen. "Wer ist da? Was willst du von mir?" brachte ihr müder Geist in ihrem Kopf noch zustande. Die Stimme wurde lauter, deutlicher. Es war ihr Bruder. Er schrie sie flehend an: "Maya wach auf! Wach doch endlich auf! Du musst atmen!" Worte, die sich für immer in ihr Gehör brennen sollten. Dann kamen weitere Stimmen, die sie aber nicht verstand. Die Eltern. Sie begriff langsam was geschah. Angst machte sich in ihr breit und sie wusste nicht, was sie tun sollte. Wie komme ich hier raus? Unerwartet schaffte sie es die Augen aufzureißen. Sie begann wieder zu atmen - flach und schnell - denn die Schmerzen waren sofort wieder da. Dann musste sie husten. Die Schmerzen zerrissen sie beinahe. Sie hustete Blut und konnte und wollte sich nicht mehr wehren. So groß ihre Angst vor dem Krankenhaus auch war, ihre Angst ihr Leben zu verlieren war größer.

Unerwartete Diagnose

Am Abend der Einlieferung ins Krankenhaus hatte dies Weihnachtsfeier. Sie lag lange auf dem Gang, ehe man sie endlich auf die Intensivstation brachte und sie unter starke Schmerzmittel setzte. Sie begann zu fantasieren, wie im Wahn.

Am nächsten Morgen endlich erfuhr sie, was mit ihr los war: Lungenembolie und Lungenentzündung. Blutgerinnsel in einer entzündeten Lunge. Wie konnte das passieren? Man wusste es nicht. Heute weiß man: es liegt in ihren Genen, ein Defekt. Als tickende Zeitbombe lief sie durch die Gegend. Das Blut ständig zu dickflüssig, jederzeit die Gefahr einer Thrombose, Embolie, eines Infarkts - und das mit 18 Jahren.

Therapie

Antibiotika und Blutverdünner wurden ihr verabreicht und die bedrückendste Zeit ihres Lebens begann. Man hatte Angst, dass die Gerinnsel sich aus der Lunge lösen könnten und einen Infarkt hervorrufen und so wurde sie behandelt wie ein rohes Ei, immer mit Samthandschuhen angefasst und sie war genervt. Sport durfte sie nicht mehr treiben. Sie war frustriert, durfte nicht mal allein mit dem Hund spazieren gehen. Und so begann sie zu essen und wurde sehr schnell sehr gewichtig.

Steh zu dir!

Ihr Selbstbewusstsein litt zunächst enorm, aber irgendwann erkannte sie, dass sie ausbrechen muss. Sie wollte nicht mehr wie ein rohes Ei behandelt werden und so brach sie aus: sie zog 500km weit weg, um ein duales Studium zu beginnen - und ein neues Leben.
Sie lernte sich zu lieben, egal ob dick oder dünn. Sie wurde selbstbewusster als je zuvor und traf den Mann ihres Lebens.

Und hier steht sie heute: Maya, 22 Jahre alt. Stolz noch am Leben zu sein und noch stolzer, sich trotz ihrer Fehler zu lieben und geliebt zu werden. Und besonders stolz auf ihren kleinen Bruder, der ihr im Dezember 2008 das Leben gerettet hat.

Noch ein paar Worte zum Schluss

Nichts macht dich einzigartiger als deine Erfahrungen. Ich bin durch die Hölle gegangen und nun noch stärker als je zuvor. Was uns nicht umbringt, macht uns wirklich stärker. Jetzt setze ich mir neue Ziele. Für den Mann meiner Träume will ich bis 2015 die schönste Frau der Welt werden, deshalb nehme ich ab. Außerdem will ich mein Master-Studium besser abschließen als mein Bachelor-Studium.

Jeder hat eine Geschichte. Was ist deine? Was treibt dich an?

Herzliche Grüße
Maya

P.S.: In der Matheklausur hatte ich übrigens eine 2+. Es gibt Dinge, die vergisst man nicht. Sorry für den langen Post, aber ich musste es mal gesagt haben. :)