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Montag, 15. Oktober 2012

Lahnradtour - der Tag danach

Hallo meine Lieben,

hier ein kurzer Bericht darüber, wie es mir am Tag nach der Lahnradtour ging. :)

Zuallererst: wenn ihr das erste Mal eine mehrtägige Radtour macht, seid nicht so dumm und denkt, dass es euch am Tag danach super geht. Das wird nämlich nicht der Fall sein.

Ich war leider so unklug und habe mir den Tag nicht frei genommen. Also klingelte Morgens früh der Wecker und der Alltagstrott begann. Natürlich habe ich in der Nacht viel zu wenig geschlafen, weil ich ja noch mit meinem Schatz gemeinsam bequatschen musste, was uns alles nicht gefallen hat...

Ja, ich war so fertig! Auch ein Espresso konnte da nicht helfen. Und dann musste ich auch noch im Büro auf meinem Hintern rumsitzen. Es war quasi keiner da und so habe ich so langsam wie selten zuvor vor mich hin gearbeitet.

Schmerzen hatte ich am Tag danach nur noch an meinem Popo und an meinen Händen. Die Haltung der Hände und der Druck auf die Hände beim Radfahren ist für mich sehr ungewohnt und das durfte ich dann auch spüren...

Den Tag habe ich natürlich überlegt, wie ihr merkt, und bin extrem früh zu Bett.

Sport ist Mord. :)

Das war es dann mit meinen Berichten zu unserer Lahnradtour. Es wird sicher noch weitere Radtouren geben, über die ich dann auch wieder berichten werde. Ich werde mir dann aber Mühe geben, z.B. auch die jeweils gefahrene Strecke auf einer Karte darzustellen. Da gibt es eine App von google, die einen da gut unterstützt. Hab ich leider erst nach dieser Tour bemerkt.

So viel dazu.

Beste Grüße
eure Maya

P.S.: Um meine Beiträge nicht lose in der Luft stehen zu lassen, habe ich eine eigene Seite für unsere Radtour erstellt. Ihr findet sie hier.

Sonntag, 14. Oktober 2012

Lahnradtour - die letzten Meter, Abreise, Fazit

Da bin ich wieder!

Ein echt anstrengend Wochenende liegt hinter mir. Freitag bis halb 9 abends Vorlesung (zum Glück haben wir eine Stunde früher Schluss gemacht) und Samstag von 8.30 Uhr bis 17 Uhr. Puh...
Als duale Studentin hat man kein leichtes Leben. Aber was tut man nicht alles, um irgendwann mal ausreichend Geld zu verdienen, um sich seine Träume erfüllen zu können. Geld wächst ja leider nicht auf Bäumen. Nun aber zurück zum Thema: Lahntalradtour.

Die letzten Meter

Vom Hotel in Lahnstein bis zur Mündung der Lahn in den Rhein war es nur ein kleines Stück. Aber es gab dort nochmal Lahn. *freu*

Selbstverständlich müsste ich ein Foto von der Mündung machen! Damit man uns auch glaubt, dass wir da waren, ist mein Schatz mit drauf. :)

Mündung der Lahn in den Rhein und mein Schatz mit Fahrrad
Wie man auf dem Foto sehen kann, braucht man auch für ein paar Tage ein wenig Gepäck, das man dann aber auch leider mit sich durch die Gegend fahren muss. Anstrengend!
Leider habe ich vergessen, mein Tacho zu fotografieren und bin seither wieder Rad gefahren. Mist. Aber es war nicht weit.

Abreise

Nach der Fotopause an der Mündung ging es mit den Rädern dann weiter nach Koblenz und von dort aus nach Bonn. Wir haben noch ein wenig Zeit bei unseren Begleitern verbracht (und Dominion gespielt), bevor wir und auf die weitere Heimreise gemacht haben. Wir waren erst Abends zu Hause und haben dann noch unsere süße Pennykatze abgeholt. Die hatte uns schon schmerzlich vermisst.
Mein Gott, tat mir der Arsch weh!

Mein Fazit zu unserer Lahnradtour

Hier nun mein ganz persönliches Fazit zur Lahnradtour inkl. Kanutour!

Bildquelle: befort-essen.de
Positiv:
  • viel frische Luft
  • Bewegung, gutes Ausdauertraining
  • mit den richtigen Leuten erlebt man lustige Sachen :)
  • Kanu fahren mittendrin ist eine willkommene Abwechslung
  • letzte Etappen sehr empfehlenswert: sehr viel Natur
  • Hotels waren allesamt ok
  • Versorgung unterwegs besorgen klappt sehr gut
  • man trinkt endlich mal genug wegen der Anstrengung
  • unglaublicher stolz, dass man tatsächlich durchgehalten

Negativ:
  • besonders die ersten Etappen waren langweilig, da zu wenig Lahn
  • Radweg führt zu oft an Bahnschienen oder ähnlich hässlichen Dingen entlang
  • zu viel Zick-Zack-Gefahre
  • teilweise viel zu steil bergauf für Untrainierte
  • Strecke teilweise nicht für Menschen mit Höhenangst geeignet
  • extreme Popo-Schmerzen, wenn man nicht an's mehrstündige Radeln gewöhnt ist

Also:
Ich empfehle jedem mal eine mehrtägige Radtour auszuprobieren. Achtet bei der Auswahl der Strecke aber besonders auf das Höhenprofil! Nutzt hierfür nach Möglichkeit auch verschiedene Quellen, da die angegebenen Profile anscheinend nicht immer stimmen.
Man darf sich dabei aber nicht überschätzen. Wenn man nicht mehr kann (aus gesundheitlichen Gründen oder weil man einfach kaputt ist) oder wenn es zu gefährlich ist, sollte man lieber auf die Bahn umsteigen und nichts riskieren. Man will ja fitter werden und nicht im Krankenhaus landen.
Wichtig ist auch gutes Equipment. Radhelm, Trinkflasche, wetterfeste Kleidung, Radlerhandschuhe und eine Popo-Hose sollten auf jeden Fall zum Standard gehören. Wir sind keinen einzigen Meter ohne Radhelme gefahren. Safety first.
Wer auch die Lahn erkunde möchte, sollte sich den Radweg vorher genau anschauen und überlegen, welche Etappen sich wirklich lohnen. Die Geschmäcker sind da ja unterschiedlich. Mir war es anfangs viel, viel, viel zu wenig Lahn.

Habt ihr auch noch Tipps für tolle Radwege, die es sich zu erkunden lohnt? Immer her damit. :)

Zum Thema Lahnradtour fehlt nun nur noch ein Bericht zum "Tag danach". Ihr könnt euch sicher schon vorstellen wie es mir ging.

Ich mach jetzt noch ein bisschen Just Dance. Gestern habe ich mich übrigens sehr darüber geärgert, dass ich mit dem Fahrrad zum Bahnhof gefahren bin anstatt den Bus zu nehmen. Auf dem Rückweg von der Vorlesung wurde ich dabei nämlich nass bis auf die Knochen! Da will man sportlich aktiv sein und das ist der Dank dafür...

Sportliche Grüße
eure Maya

P.S.: Ich hoffe sehr, ihr hattet alle ein tolles Wochenende! Zu allerletzt noch ein schönes Bild, das ich auf der Radtour gemacht habe (leider habe ich vergessen, wo genau ich das fotografiert habe... Kopf wie ein Sieb):




Freitag, 12. Oktober 2012

Nicht dass ihr was falsches denkt

Meine lieben Leser,

nicht dass ihr denkt, dass ich jetzt schreibfaul werde... aber leider habe ich heute nicht allzu viel Zeit. Muss nach der Arbeit direkt zu einer Vorlesung und bin erst spät Zuhause. Morgen früh hab ich dann direkt wieder bis in den späten Nachmittag Vorlesungen...

Deshalb hier heute erstmal nur ein kurzer Post:

Wie es mir gerade so geht

Ich hab noch immer Muskelkater vom meinem Aquapower Personal Training! Aber das ist schön. Da merkt man wenigstens, dass man was gemacht hat. Leider bin ich etwas gestresst, das finde ich nicht so richtig schön, aber was soll's. Ich bleibe trotzdem bei bester Laune.

Einen schönen Start ins Wochenende euch allen! Bildquelle: bikerszene.de


Was am Wochenende anliegt

Neben der Vorlesungen will ich natürlich trotzdem am Wochenende sportlich aktiv sein. Wenn das Wetter gut ist, schnappe ich mir meine bessere Hälfte für eine kleine Radtour. Bei schlechtem Wetter terrorisiere ich die Nachbarschaft mit lauter Musik bei Just Dance oder Zumba.
Außerdem werde ich vielleicht heute Abend und hoffentlich Morgen Abend noch etwas Zeit zum Posten haben. Spätestens am Sonntag geht es dann aber weiter mit den letzten Berichten zum Thema Lahnradtour.

Ich wünsche euch allein schonmal einen schönen, entspannten Start in's Wochenende.

Herzlichst
eure Maya

Mittwoch, 10. Oktober 2012

Lahnradtour - Etappe 4 mit Rad und Kanu

Hallo zusammen,

ich bin gerade vom Sport zurück gekommen und habe dann erstmal Abendbrot gegessen (Salat und Chili). Aquapower war unglaublich anstrengend, weil ich heute unerwartet Personal Training bekommen habe. Dazu berichte ich Morgen aber mehr. Heute geht es zunächst ein weiteres Mal um unsere Lahnradtour. Auf dieser Etappe haben wir unsere Radtour unterbrochen, um die Lahn mal aus einer anderen Perspektive zu sehen und haben ca. 11,5 km mit dem Kanu zurück gelegt. Eine Erfahrung, die ich nicht missen möchte! Leider mussten wir auch diese Etappe vorzeitig abbrechen.

Etappe 4: 30,43 km Rad + ca. 11,5 km Kanu

Etappe 4 - von Limburg bis nach Lahnstein mit Rad und Kanu

Wer hätte damit gerechnet? Das gleiche PO-blem (haha, was für ein schlechter Wortwitz) wie jeden Morgen erwartete uns auch am vierten Tag unserer Radtour: höllische Schmerzen! Was einen nicht umbringt, macht einen härter. Also ging es trotzdem los.

Mit dem, was uns auf Etappe 4 erwartete, hatte nahezu niemand von uns mehr gerechnet: endlich ganz doll viel Lahn!!! :)
Ich möchte hier noch einmal erwähnen, dass auch Etappe 3 einiges an Lahn hatte und nach meinem neuesten Kenntnisstand auch der Teil, den wir wegen Stephy's Knie leider nicht Radeln konnten, viel Lahn zu bieten hatte. Wie gesagt: ich finde es schade, dass wir nicht weiterfahren konnten. Aber zurück zu Etappe 4.

Auf unserer letzten Etappe hielt der Lahntal "Radweg", was all die Berichte, die ich gelesen hatte, versprachen. Auf ein anderes Problem komme ich gleich noch zu sprechen.

Wir sind also mit den Rädern bis nach Balduinstein gefahren und sind dort auf Kanus umgestiegen, jeweils ein Kanu pro Pärchen. Vor ca. 9 Jahren bin ich schon einmal Kanu gefahren (die Havel entlang), weshalb mein Schatz mich zum Kapitän ernannte. Er war zuvor noch nie Kanu gefahren und das hat er mich auch spüren lassen. Er kann ja aber nichts dafür.
Mit dem Kanu die Lahn entlang zu fahren ist einfach nur toll. Wir haben es wirklich sehr genossen und ich würde es jedem empfehlen (wobei es nicht direkt mehr als 5-6 km sein sollten, weil es echt anstrengend ist und man sich leicht überschätzt, was das Durchhaltevermögen angeht). Einige Teile der Strecke musste ich leider allein rudern, weil mein Schatz beim besten Willen nicht mehr konnte. Egal! Ich hab durchgehalten und es hat sehr viel Spaß gemacht.

Wir haben sogar eine Rotwangenschmuckschildkröte getroffen, die sich auf einem aus dem Wasser ragenden Ast gesonnt hat. Die gehört da zwar gewiss nicht von Natur aus hin, aber sie schien sich sehr wohl zu fühlen. :)

Das einzige, was etwas genervt hat, waren die beiden Schleusen. Die erste war noch ganz ok, weil wir direkt geschleust wurden. An der zweiten haben wir leider eine halbe Stunde verbracht, weil ein Motorboot sich angekündigt hat. Dieses sollte dann mitgeschleust werden, aber wohl auch dieser Kapitän hatte sich entfernungsmäßig wohl etwas verschätzt und so haben wir erstmal gewartet...

Nach in etwa 3,5 Stunden (inkl. Kanu zu Wasser tragen, Einweisung, Räder auf Hänger aufladen für den Fahrrad-Shuttle-Service) waren wir dann wieder an Land (in Laurenburg). Nach einer Pause ging es dann mit den in der Zwischenzeit eingetroffenen Rädern weiter. Auch hier gab es wieder einiges an Lahn zu sehen. Leider ging es aber bald wieder steil bergauf... 16% Steigung sind gar nicht allzu witzig. Der Weg führte uns hoch zum Kloster Arnstein. Das ist sicher sehenswert, aber das hätte wirklich nicht sein müssen. Das war außerdem nicht die einzige Erhebung, die noch folge und das fanden wir nach dem anstrengenden Kanu fahren gar nicht mehr witzig.

Ziemlich schnell wurde es dann irgendwann auch schon dunkel. Da waren wir mitten im Wald, rechts neben dem Weg ging es steil bergab und wir waren uns einig: wer da herunter fällt, überlebt auf gar keinen Fall. Geländer? Ja, doch, teilweise, aber nicht überall.

Da wir nicht genau wussten, durch was für ein Terrain uns der Weg weiterhin führen würde, entschlossen wir uns, lieber auf Nummer sicher zu gehen und sind in Nassau in die Bahn gestiegen. Das ist besonders ärgerlich, weil der Radweg danach wohl noch lahnhaltiger ist. Mist!
Aber wenn im Dunkeln irgendeinem etwas passiert wäre, irgendwo in der Pampa... das hätten wir so nicht verantworten können.

Wir hatten nicht damit gerechnet, dass uns das Kanu fahren so viel Zeit kostet. Aber die Entscheidung war trotzdem gut, weil es einfach wunderschön war!

Mit der Bahn sind wir dann nach Niederlahnstein gefahren und von dort aus in unser Hotel (Weißes Ross). Es war ja schon spät.

Mein Fazit zu Etappe 4:  eine Etappe, die sich wirklich sehr lohnt. Die Anstiege sind für Untrainierte aber schon wirklich heftig. Ein Stück mit dem Kanu zu fahren war eine sehr gute Idee, ist mal was anderes.

Auch hier bedaure ich sehr, dass wir nicht die komplette Strecke fahren konnten, aber Sicherheit geht vor, besonders bei mir, ich bin nämlich Bluterin, was schon echt unpraktisch sein kann. Ein Sturz in der Dunkelheit in einem Wald wäre da wirklich kritisch geworden. Zum Glück ist ja nichts passiert.

Jetzt fehlen quasi nur noch die Mini-Etappe zur Mündung + unsere Abreise und ein kleiner Bericht über den Tag danach. Der war nämlich gar nicht so angenehm. :)

Erschöpfte Grüße
eure Maya


Dienstag, 9. Oktober 2012

Lahnradtour - Etappe 3

Einen schönen Abend, meine Lieben!

Es folgt nun ein weiterer Bericht von unserer Radtour. Etappe 3 führte uns von Wetzlar bis nach Limburg (Staffel): nur 26,33 km wegen Abbruch aus gesundheitlichen Gründen.

Etappe 3: 26,33 km Rad und einige km Bahn

Etappe 3 - Wetzlar bis Limburg (Staffel)

Wie am Morgen zuvor war das Aufsitzen auf die Räder eine nahezu unendliche Qual. Die Schmerzen am Hintern waren nicht auszuhalten, legten sich aber wie gewohnt noch ein paar km ein wenig, aber ich konnte es einfach nicht mehr aushalten. Ich habe mir einen Gel-Bezug für meinen Sattel gekauft. Der freundliche Verkäufer im Fahrradladen konnte den Ursprung meiner Qualen nach ein paar Handgriffen am Sattel bereits ausmachen. Während die Oberseite des Sattels ganz gut gepolstert ist, gibt es an der Seite nur sehr hartes Plastik, was auf Dauer schon unangenehm wird. Deshalb wählte er einen Überzug, dessen Gelpolster groß genug waren, um auch dort polsternd wirken zu können. Was für eine Wohltat für meinen Hintern!!

Die Schmerzen waren dann natürlich nicht von jetzt auf gleich verschwunden, aber sie wurden ausreichend gelindert, sodass ich ohne im Sekundentakt rumzuheulen weiterfahren konnte. Die wahrscheinlich bestinvestiertesten 14€ meines Lebens. :)

Gegen Mittag hatten wir dann ein ganz anderes Problem. Stephies Knie wollte beim besten Willen nicht mehr. Ich hatte eher damit gerechnet, dass ich diesbezüglich extreme Probleme bekomme, aber meine Schmerzen hielten sich echt in Grenzen, da ich mein komisches Kniescheiben-Sehnenband getragen habe.
Es half alles nichts, wir mussten den nächsten Bahnhof suchen und mit der Bahn nach Limburg fahren. Von dort aus war es aber noch ein ganzes Stück bis zu unserer Unterkunft, dem Hotel Alt Staffel, auf dem es natürlich auch wieder steil bergauf gehen musste. Arme Stephie! :(

Da wir am Nachmittag schon ankamen, entschieden wir uns einkaufen zu gehen und an der Lahn zu picknicken. Wenn man die Lahn schon so selten sieht, muss man es mal ausnutzen, wenn man in ihrer Nähe ist!

Mein Fazit zu Etappe 3: Die Strecke ging über weite Teile an den Bahnschienen entlang, was ich nicht wirklich sehenswert fand. Sonst gab es nichts großartiges auszusetzen, außer das gewohnte Zick-Zack. Sie enthielt endlich mal ein kleines bisschen Lahn und sonst nichts weltbewegendes.

Ich finde es sehr schade, dass wir nicht die gesamte Strecke mit dem Rad fahren konnten, aber Gesundheit geht vor und die arme Stephie allein Bahn fahren zu lassen hätte ich sehr fies gefunden. Nach einiger Zeit ging es ihrem Knie zum Glück wieder wesentlich besser!
Die Erholung hat uns außerdem allen ganz gut getan, da wir es am Anfang ja ein wenig übertrieben haben...

Morgen berichte ich dann über die vierte Etappe unserer Radtour, die wir teilweise mit dem Kanu zurückgelegt haben. Ich hoffe, meine Berichte gehen euch nicht zu sehr auf den Keks. :)

Viele liebe Grüße
eure Maya

Montag, 8. Oktober 2012

Lahnradtour - Etappe 2

Hallo liebe Radler und Nicht-Radler,

endlich geht es weiter. Heute berichte ich euch von der 2. Etappe unserer Lahnradtour. So viel wie am ersten Tag sind wir nicht gefahren, auf der ganzen Tour nicht mehr. War aber auch besser so! Dennoch haben wir es an Tag 2 auf 59,95 km gebracht. Eine ganz schöne Strecke!

Tag 2: 59,95 km Fahrrad gefahren!

Etappe 2 - von Marburg bis Wetzlar

Nach einem ausgewogenen Frühstück ging es Vormittags auch direkt wieder los. Das Wiederaufsteigen war eine Qual. Mein Hintern tat so unbeschreiblich weh, überall! Ich hab mir echt Mühe gegeben, möglichst nicht drauf zu sitzen, aber es war ja von vornherein klar, dass ich das wohl kaum durchhalten konnte. Also: Augen zu und durch. Nach 5-10 Minuten tut es nicht mehr so schlimm weh, wenn auch noch immer merklich.

Zuerst sind wir in den Ortskern von Marburg gefahren und haben dabei tatsächlich die Lahn gesehen! Dort wollten wir uns ein bisschen die Stadt ansehen. Mit einem Aufzug (so einem ganz normalen Personenaufzug) kann man in Marburg vom unteren Teil der Stadt in den höher gelegenen Teil fahren. Das haben wir dann auch gemacht, mit den Fahrrädern. Wir wollten uns nicht direkt zu Beginn der Tagestour wieder durch steiles bergauf fahren verausgaben und sind dann lieber von unten nach oben Aufzug und von oben nach unten Rad gefahren. Marburg ist eine irgendwie niedliche Stadt mit sehr vielen schiefen Häusern. :)

Im näheren Umkreis von Marburg war die Strecke echt schön! Danach ging es wieder los mit Zick-Zack und wenig Lahn, quasi wie am Vortag nur mit weniger bergauf-Strecken. Irgendwann sind wir dann an eine gesperrte Brücke gekommen. Der Radweg sollte eigentlich über die Brücke führen. Schon 3km vorher wurde eine Umleitung ausgeschildert, die wir aber nicht gesehen haben, weil genau an der Strecke, die wir gefahren waren, keine Schilder hingen. Naaaa toooooll. Das hat dann auch noch mal einen kleinen Umweg bedeutet. War im Endeffekt aber nicht wirklich schlimm. Wenn man eh schon unterwegs ist, kommt es auf 5-6km wirklich nicht mehr an. Vorausgesetzt man bleibt auf seinem Sattel sitzen.

Das Wiederaufsteigen auf das Fahrrad ist nach jeder Pause wieder eine sehr schmerzhafte Sache. Ich hätte nicht gedacht, dass einem der Hintern so weh tun kann - und das mit Popohose.

In Wetzlar, wo wir im Landgasthof Hedderich übernachteten, sind wir tatsächlich noch im Hellen angekommen und haben uns Abends dann etwas zum Essen gehen gesucht.

Die Wahlheimschänke in Wetzlar

Nach einem anstrengenden Tag auf dem Rad hat man selbstverständlich Hunger. Die Wahlheimschänke war nicht weit entfernt von unserer Unterkunft und die Speisekarte klang gut. Also nichts wie hin da, auf ein Schnitzel!
Da ich wirklich hungrig war, habe ich ein normales Schnitzel mit Pilzen und Rahmsauce überbacken mit Käse bestellt, dazu Bratkartoffeln. Preis: 13€. Klang vertretbar. Mein Schatz hatte noch kurz überlegt, ob er ein großes Schnitzel für seinen großen Hunger bestellen sollte. Gott sei Dank hat er das nicht gemacht.
Was uns in der Wahlheimschenke als normales Schnitzel aufgetischt wurde, war mindestens vier Mal so groß wie das größte Schnitzel, das ich bis dahin in real gesehen hatte!!!!! Nicht einmal ein Viertel habe ich geschafft. Anschließend habe ich noch 2 weitere Tage davon zu Mittag gegessen (ich konnte mit meinen Resten 3 Schnitzelbrötchen basteln, bei denen noch ordentlich Schnitzel über das große Brötchen hinausragte). Der Hammer!
Die Portionen waren aber nicht nur groß, sondern auch unbeschreiblich lecker! Das hat sich gelohnt! Über die Kalorien wollten wir nach so vielen Anstrengungen lieber nicht nachdenken. Wir hatten es uns verdient. :)

Nach diesem weiteren anstrengenden Tag sind wir natürlich alle hundemüde in unsere Betten gefallen. Man ist an so viel Sport ja nicht gewöhnt.


Mein Fazit zu Etappe 2: Rund um Marburg ist es wirklich schön. Der größte Teil der Strecke war aber schon wieder dieses nervige Zick-Zack, sehr viel an nicht so schönen Orten vorbei. Sehr schade: auch diese Etappe war ein sehr schlecht geplanter Radweg! Das Highlight war auf jeden Fall das Abendessen. Wenn es euch mal nach Wetzlar verschlägt, geht in die Wahlheimschänke. Es lohnt sich.

Nachdem wir unsere Begleiter gestern auf dem Oktoberfest wieder getroffen haben, haben wir beschlossen, dass wir uns beim zuständigen Amt über den unglaublich unschönen Verlauf des Lahntal "Radwegs" auf jeden Fall beschweren wollen. Wir werden uns mal ein paar Stunden nehmen und direkt Verbesserungsvorschläge mitliefern - denn meckern allein kann ja jeder.

Seid ihr auch schon längere Radtouren gefahren? Habt ihr Tipps gegen die enormen Hinternschmerzen? Welche Touren sind wirklich fahrenswert? Für Erfahrungsaustausch bin ich jederzeit dankbar!

Viele liebe Grüße
eure Maya




Samstag, 6. Oktober 2012

Lahnradtour - Anreise und erste Etappe

Hallo Sportsfreunde,

heute geht es los:  ich berichte über unsere Radtour, die heute vor einer Woche begonnen hatte. Insgesamt haben wir eine ganz schöne Strecke zurückgelegt am ersten Tag:

82,56 km Fahrrad gefahren - an einem Tag

Die Anreise

Zu viert sind wir mit unseren Fahrrädern in der Bahn nach Erndtebrück gefahren. Erndtebrück wirkt etwas verlassen:

Bahnhof Erndtebrück - echt hübsch...

 Von da aus sind es nur so ca. 12km bis zur Lahnquelle. Das klang sehr schaffbar, also sind wir das mit dem Rad gefahren. Was wir nicht beachtet haben: Höhenmeter.

Von Enrdtebrück bis hoch zur Lahnquelle sind einige davon zu überwinden. Ich dachte also schon vor Beginn der eigentlichen Radtour, dass ich sterben muss. :D
Da das GPS meiner besseren Hälfte einen Weg nicht eingezeichnet hatte, sind wir dann auch noch unnötigerweise einen echt steilen Weg auf einen Hügel hochgefahren, den wir hätten umfahren können. Puuuuuh!


Etappe 1 - von der Quelle bis nach Marburg-Wehrda

Nach unendlichen Anstrengungen haben wir dann nach ein paar Stunden die Lahnquelle erreicht. Ein Tümpel. Absolut nicht sehenswert. Von da an sollte es nun eigentlich nur noch bergab gehen - jedenfalls laut Höhenprofil der Route. Einige wirklich kleine Erhebungen sollten noch kommen. Aber es kam ganz anders.

Der Lahntal "Radweg" führte uns zunächst steil bergab, sodass wir ohne Treten 45km/h gefahren sind. Das klingt sehr entspannend, war es aber gar nicht. Der Radweg war nämlich teilweise echt sehr matschig, ständige Vorsicht war geboten und das Tempo haben wir dann selbstverständlich auch sehr schnell gedrosselt. Wir sind ja nicht lebensmüde.

Auf unserer ersten Etappe kamen wir durch einige kleinere Orte und durch Wälder, in denen es teilweise wirklich heftig bergauf ging, um direkt im Anschluss wieder bergab zu fahren. Es hätte Wege gegeben, die weniger eklig gewesen wären, aber die gehörten nicht zum Radweg. Vor allem wären diese Wege nicht die ganze Zeit im Zick-Zack-Muster verlaufen.

Sehr sehr oft fuhren wir auf unserer ersten Etappe auch an Bahnschienen entlang. Dafür fährt man natürlich von Zuhause weg: um Bahnschienen zu sehen! Dass es diese gab, wurde uns auf späteren Etappen aber noch sehr hilfreich - dazu später mehr.

Bei all dem bergauf habe ich leider mein linkes (kaputtes) Knie etwas stark belasten müssen, sodass es die Hälfte des Tages schon echt sehr weh tat. Aber ich wollte stark sein. Rumgejammert hab ich natürlich trotzdem, aber ich hab durchgehalten. Mein Arsch tat natürlich auch weh ohne Ende, obwohl ich eine Popo-Hose getragen hab (so nennen wir diese Radlerhosen mit Polster).

Kurz vor Marburg-Wehrda, wo wir uns im Hotel Lahngarten eingenistet haben, trafen wir dann auch tatsächlich ganz kurz  auf die Lahn. Was für ein Erfolg! Da war es aber schon dunkel.

Wir hatten keinesfalls damit gerechnet, dass wir so lange brauchen, um die Lahnquelle zu erreichen. Und danach zog sich der Weg in die Unendlichkeit. Zu einen, weil er nicht sonderlich schön war und zum anderen, weil wir schon total kaputt waren.

Immerhin war das Hotel ganz nett und wir sind dann abends noch Pizza essen gegangen. Sehr lecker! Nach einem so anstrengenden Tag hatten wir uns das einfach verdient.

Schon am Ende des ersten Tages waren wir schwer enttäuscht über den Verlauf des "Radwegs" und dachten zu diesem Zeitpunkt nur "es kann ja nur besser werden". Selbstverständlich haben wir uns auch darauf gefreut, am nächsten Tag Marburg zu sehen.



Fazit zur ersten Etappe: übel nerviges Zick-Zack fahren und quasi Null Lahn. Die Lahnquelle anzusehen lohnt sich zudem überhaupt nicht. Eine Etappe, die wir uns hätten sparen sollen. :(



Liebe Grüße
eure Maya


Donnerstag, 4. Oktober 2012

Zurück von der Radtour

Hallo zusammen!

Großes Sorry, dass ich während unserer Radtour nichts gepostet habe!!
Leider war ich wirklich sehr kaputt und wenn ich mal Zeit und Muse gehabt hätte, gab es leider weder WLAN noch Handynetz. Ganz großartig.  Jetzt bin ich wieder da und werde in den kommenden Tagen das Erlebte hier auf meinem Blog verarbeiten. Das klingt etwas negativ behaftet? Oooohhjaaaa!

Die Lahn - von der Quelle bis zur Mündung. Ja, damit lockt man Touristen an. Aber:

Wer auch immer den Lahntal "Radweg" geplant hat, war entweder total besoffen oder ist noch nie in seinem Leben Fahrrad gefahren!


Das Lahntal an sich ist wirklich sehr schön, aber der Radweg führt durch Industrie- und Wohngebiete, vorbei an überdurchschnittlich vielen Kläranlagen, einem Militärgebiet und vielen anderen echt absolut nicht sehenswerten Sachen.
Und wo führt der Radweg nur ganz selten lang? Richtig: an der Lahn! Ist ja auch total abwegig.
Folgt man dem Lahntal "Radweg" (ich schreibe das jetzt immer mit Anführungszeichen, weil das nicht ernst gemeint sein kann, dass das ein richtiger Radweg ist) überquert man die Lahn mehr als dass man an ihr entlang fährt. Wir vier waren schwer enttäuscht! So sehr enttäuscht, dass wir einen Teil der Strecke mit Kanus zurück gelegt haben, um überhaupt mal die Lahn zu sehen.

Zudem ist der "Radweg" teilweise so steil, dass es einfach unmöglich ist, mit dem Fahrrad hinauf zu fahren. Gut, ich bin untrainiert. Aber meine Mitstreiter (denen ich teilweise ein echtes Klotz am Bein war, aber das wussten die vorher) sind alles andere als untrainiert und haben es trotzdem nicht geschafft. Berghoch, bergrunter, steil, steiler, Herzinfarkt. Das schlimmste ist aber, dass es Strecken gegeben hätte, die an der Lahn entlang führen und dazu noch nicht ständig bergauf und bergab gegangen wären. Aber diese Strecken gehören selbstverständlich nicht zum Lahntal "Radweg". Warum sollte man auch Wert auf Aussicht und angenehmes Fahren legen, wenn es auch quer durch die Pampa, durch halbverlassene Ortschaften und oben bereits erwähntes geht?

Ich werde in den kommenden Tagen über unsere Erfahrungen und die einzelnen Etappen berichten. Dann könnt ihr euch selbst ein Bild machen. Wir zumindest waren echt sehr enttäuscht!

Trainnigsmäßig war das ganze natürlich schon ganz ok. Teilweise ging der Puls aber so hoch, dass das Optimum zur Kalorienverbrennung stark überschritten wurde. Ich habe weder zu- noch abgenommen, dafür aber sicher einiges Fett durch Muskeln ersetzt.

Nicht zuletzt ist zu erwähnen: mir tut der Hintern weh!

Es folgen in nächster Zeit also ein paar detailliertere Berichte, damit ich nicht einen endlos langen Post schreiben muss. :)
Weiterhin viel Spaß beim Lesen!

Liebste Grüße
eure Maya