Mittwoch, 27. März 2013

Warum ich die Serie "Wie man nicht heiraten sollte" überhaupt schreibe

Einen wunderguten Tag euch allen!

Ist das herrlich: da ist die liebe Sonne endlich wieder. Das hebt meine Laune schlagartig, ärgert mich aber auch ein bisschen, weil ich gerade krank bin (Danke für's Anstecken, Schatz...). Allzu warm ist es ja trotz Sonne noch nicht, deshalb genieße ich lieber den Anblick von drinnen aus - eingewickelt in meinen Textmarker-pinken Bademantel. :)

Heute möchte ich einen Einblick in meine komischen Gedankengänge geben. Die liebe Claudia Christina hat nämlich einen Kommentar verfasst, den ich gern aufgreifen möchten. Ich würde hier gern auf Claudia verlinken, wie ich es immer tue, wenn ich über andere schreibe bzw. sie erwähne, aber das klappt irgendwie nicht, weil sie - wenn ich das richtig verstehe - ihr Profil nicht öffentlich freigegeben hat.


Warum ich über die schreckliche Hochzeit schreibe

Claudia hat mich nämlich gefragt, warum ich diese Serie überhaupt schreibe - ich finde, dass das eine sehr, sehr gute Frage ist! Nochmals Danke dafür!
Ich hatte eingangs vielleicht ein paar Nebensätze darüber verloren, aber es ist mir wichtig, dass ihr euch nicht nur über diese von vorn bis hinten verkorkste Hochzeit lustig macht, sondern auch versteht, warum ich darüber schreibe.

Manchmal macht es den Eindruck, als würde mein Blut kochen, während ich die Beiträge zu diesem Thema verfasse. In einigen wenigen Fällen tut es das auch, weil Nadine mich durch ihr Verhalten im allgemeinen ziemlich verletzt hat. Das ist jetzt aber fast 1 Jahr her - es tut nicht mehr allzu weh, sondern es amüsiert mich teilweise sehr, wie man sich seinen Freunden gegenüber so Scheiße verhalten kann, ohne zu kapieren, dass die auch Gefühle haben; besonders wenn man von sich behauptet, ein überaus intelligenter Mensch zu sein.


Wenn ich so darüber schreibe, hilft mir das, ein für alle Mal einen Haken hinter die Sache zu setzen

 

Wenn die Serie durch ist, hat sich das Thema Nadine für mich ein für alle Mal erledigt. Dann bin ich meine Gedanken los geworden und denke höchst wahrscheinlich gar nicht mehr an die ganze Sache. In meinem Leben gibt es genügend Dinge, die mir viel wichtiger sind, als darüber nachzudenken, wie dumm sie ist. Aber weil es schon blöd ist, von der angeblich besten Freundin so behandelt zu werden, tut es mir einfach gut, das runter zu schreiben als eine Art Therapie. Versteht ihr, was ich meine?

Ihr seid alle auch der Auffassung, dass sie ein unmögliches Wesen ist, dass sich einfach nur Scheiße verhält. Dadurch fühle ich mich in meiner Entscheidung, keine Energie mehr in die Aufrechterhaltung dieser Freundschaft zu stecken, mehr als nur bestätigt. Es tut mir echt gut, zu lesen, dass ihr meiner Meinung seid.


Ihr den Spiegel vor Augen halten


Ich weiß ganz genau, dass sie hinter meinem Rücken ständig schlecht von mir spricht. Ich kenne sie lang und gut genug, um mir da 100%ig sicher zu sein. Ich muss aber zugeben, dass mich das einigermaßen kalt lässt. Immerhin mache ich es nicht hinter ihrem Rücken. Sie gehörte zu den wenigen Personen, denen ich anvertraut habe, dass ich diesen Blog schreibe, also liest sie auch jetzt noch mit und freut sich wahrscheinlich wie ein kleines Kind, wenn mir mal etwas nicht so gelingt, wie ich es gern hätte. Gehässigkeit ist eine ihrer Grundeigenschaften.

Dafür muss sie aber auch ertragen, dass ich die ganze Wahrheit aufschreibe und sie muss damit leben, dass meine Unterschrift auf ihrer Heiratsurkunde steht - haha. Ich habe anfangs echt gehofft, dass sie nicht nur hier mitliest, sondern dass ich ihr durch meine Worte den Spiegel vor Augen halten kann, damit sie versteht, was sie da eigentlich angerichtet hat.
Mit ihr darüber zu reden, hat nämlich rein gar nichts gebracht, außer eine Reaktion a la  "wir werden ja sehen, wie du dich bei deiner Hochzeit verhältst - garantiert viel schlimmer als ich!".
Leute - das werde ich gewiss nicht. Allein wenn ihr meinen Blog ein klein wenig verfolgt, solltet ihr schon heraus gelesen haben, dass ich nicht so ein Mensch bin. Wer mich persönlich kennt, weiß das ganz genau.
Mittlerweile habe ich die Hoffnung, dass meine Worte bei ihr etwas bewirken, fast aufgegeben - aber nur fast. Sie ist im allgemeinen viel zu hochnäsig, um sich einzugestehen, dass die Hochzeit ein großer Fehler war. Sie ist in der Beziehung nicht glücklich, aber eine Scheidung würde ja bedeuten, dass sie sich falsch entschieden hat, was sie niemals zugeben würde.

Ich bin mir aber wie gesagt ziemlich sicher, dass sie die Beiträge liest und tief in mir schlummert noch immer irgendwo die Hoffnung, dass sie meine Worte wenigstens irgendwann erreichen werden und dass sie versteht, was sie da angerichtet hat; wie sie sich selbst das Leben versaut hat, weil sie des Geldes wegen geheiratet hat. Das werde ich eh nie verstehen können. Auch wenn wir keine Freunde mehr sind, glaube ich irgendwo, dass ich es ihr trotzdem schuldig bin, ihr beim Verstehen zu helfen. Mein Helfersyndrom...


Aus meinen Erfahrungen könnt auch ihr lernen


Nicht zuletzt möchte ich diese negativen Erfahrung auch mit allen meinen tollen Lesern teilen, damit man, bevor man selbst den Schritt zum Traualtar wagt, mal überlegt was man gerade tut, wie man die Menschen die einem lieb sind behandelt und damit man mal darüber nachdenkt, ob man sich wirklich richtig verhält. Es ist einfacher, sich gut zu verhalten, wenn man ein schlechtes Beispiel kennt und wenn diese Ehe schon zum Scheitern verurteilt ist, so kann sie wenigstens als eine Art Mahnmal bzw. schlechtes Beispiel fungieren.

Nadine, falls du das liest: hab einmal im Leben den Arsch in der Hose, etwas grade zu biegen, was du versaut hast und lass dich scheiden. Ich würde eine Scheidungsparty ausrichten und dich vielleicht sogar einladen.

So, ich glaube, damit hätte ich alles abgedeckt - noch Fragen? :)


Ein paar letzte Worte


Ach ja, zuletzt möchte ich doch noch etwas erwähnen: ich gehe fast davon aus, dass Nadine überall rumerzählt, dass ich nur über ihre verkorkste Hochzeit schreibe, weil ich angeblich neidisch wäre, dass sie verheiratet ist und ich nicht.
In der Tat mache ich kein Geheimnis daraus, dass ich gern heiraten möchte, aber das ist bei Schatz und mir ohnehin schon längst in Planung. Uns fehlt nur momentan das nötige "Kleingeld", weil wir alles selbst bezahlen werden - im Gegensatz zu Nadine und ihrem Mann, die sich selbst die Eheringe von ihrer Mutter haben bezahlen lassen.

Ich möchte abschließend noch auf folgendes hinweisen: worauf sollte ich denn da bitte neidisch sein?? Darauf, dass sie aus Geldgier jemanden geheiratet hat, mit dem sie auf Dauer nicht klar kommt und sich in der Beziehung ohnehin nicht wohl fühlt? Darauf dass es die schlimmste Hochzeit war, die man sich vorstellen kann? Darauf dass ALLE Hochzeitsgäste sowieso gegen die Hochzeit waren? Darauf, dass es ihren Mann total ankotzt, dass sie so prüde ist und der Sex deshalb langweilig ist, was er sich nichtmal traut ihr zu sagen? Darauf, dass sie abgefuckt auf ihren Mann ist, weil er ihr nicht jeden Monat die Hälfte seines Gehalts geben will? Oder vielleicht darauf, dass sie ihn ständig ankeift??
Im Gegensatz zu ihr bin ich mit meinem Schatz überglücklich. Unsere Hochzeit wird unserer ohnehin nahezu perfekten Beziehung ein Krönchen aufsetzen und nicht der Anfang vom Ende sein. Da wartet man gern auch ein bisschen, bis das mit der Hochzeit finanziell passt.



Damit habe ich euch dann erstmal aber genug genervt. :) Der nächste Teil von "Wie man nicht heiraten sollte" lässt bestimmt nicht allzu lang auf sich warten. Ich bin ja krank und irgendwie in Schreiblaune. Muss mich ja beschäftigen, wenn ich schon keinen Sport mache!

Liebste Grüße
eure Maya

P.S.: Wenn ihr Fragen oder Anregungen habt, immer raus damit! Ich gehe gern darauf ein. Erlaubt mir nach meinem langen Post bitte noch eine Frage:

Versteht ihr (jetzt besser), warum ich darüber schreibe?

Kommentare:

  1. Hi Maya,

    ich verfolge deinen Blog schon ein paar Monate und finde dieses "aus der Seele schreiben" unheimlich informativ, teilweise natürlich auch amüsant, wie manch Menschen sich wirklich wie der letzte Dreck benehmen.
    Ich kenne diese "Nadine" nicht, will sie nicht veurteilen, aber wenn man diese Geschichte von anfang an mitliest und letztendlich in die Lage eines "Gastes" versetzt wird, läuft mir ein Schauer über den Rücken.

    Ich selber schreibe gerne auch über Sachen, die mich aufregen, die mich beschäftigen oder die mich glücklich machen und kann Dich in deiner Lage vollkommen verstehen und finde es super, jemanden zu finden der über seine Erfahrungen schreibt.

    Ich finde diese Geschichte ist wirklich Etwas, worüber man nachdenken sollte, viele Entscheidungen werden zu schnell getroffen, bevor man sich für Etwas wirklich begeistern möchte.

    Daher werde ich deine Geschichten weiter verfolgen und würde mich über einen weiteren Teil freuen! :-)

    Eventuell solltest du darüber ein Buch verfassen, da würden sich einige darüber amüsieren... :-D

    Liebe Grüße!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallihallo Erdbeerennougat,

      ein Schauer über den Rücken ist ja wirklich noch nett ausgedrückt. :D Ich hab das aber auch, während ich das schreibe. Manchmal muss ich lachen, manchmal bin ich wütend, aber immer läuft mir ein Schauer über den Rücken.

      Freut mich sehr, dass dir gefällt, dass ich einfach offen und ehrlich meine Gedanken niederschreibe und dass du auch noch so fleißig mitliest. :)

      Da hast du vollkommen Recht - man sollte mal überlegen, was man tut.

      Keine Sorge, da gibt es noch so einiges! Es folgen noch ein paar Teile. Mir ist auch aufgefallen, dass ich noch einiges wichtiges von vor der Hochzeit vergessen habe, was das Gesamtbild weiter unterstützt.

      Haha, wenn ich ein Buch darüber schreibe, werde ich sicher verklagt.. :D

      Liebe Grüße zurück! ;)

      Löschen
  2. Oh vielen lieben Dank für deinen süßen Kommentar. (:

    Ich kann mich Erdbeerennougat nur anschließen! Und vor allem hatte ich mir auch irgendwie schon gedacht, dass du die Geschichte aufschreibst, um das zu "verarbeiten". Genau wie du, wäre auch ich noch sehr, sehr verletzt von dem, was deine damals "beste" Freundin getan hat. So benimmt man sich nicht. Nicht einmal, wenn du nur zu ihrem Bekanntenkreis gezählt hättest.

    Gute Besserung und liebe Grüße! :*

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das ist aber auch ein sehr schöner, aufmunternder Kommentar! Da hast du vollkommen recht und umso mehr bin ich froh, dass ich Stärke bewiesen und sie aus meinem Leben gestrichen habe.

      Danke, es geht mir heute schon viel besser!

      Liebste Grüß! :*

      Löschen
  3. Ich habe zwar unter deinem letzten Post schon geantwortet, tu es aber der Vollständigkeit halber hier auch nochmal - zumal ich oben ja namentlich erwähnt werde *rotwerd

    Ich dank dir für deine ausführliche Antwort, und dafür, dass du meine Frage so verstanden hast, wie ich sie meinte.

    Einiges ist mir nun klarer und ich hoffe, dass das Abhaken gelingt- solche "Altlasten" kosten einen einfach zu viel Energie. Bis dir das aber gelingt, und die Serie noch nicht zu Ende ist, les ich gerne weiter mit ;)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. hihi. :)

      Nichts zu danken. Deine Frage war ja auch sehr angebracht.

      Das stimmt leider und meine Energie brauche ich eigentlich für so viele andere Sachen, dass das ärgerlich wäre, wenn ich sie weiterhin an Gedanken an die schlimmste Frau der Welt verschwende. :D

      Ich freue mich, dass du weiterhin mitliest und freue mich schon besonders auf weitere Kommentare. ;)

      Liebe Grüße
      Maya

      Löschen